Gartenvoliere - unser Wellicastle
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Mit dem Ansteigen der Anzahl meiner Wellis hatte ich immer mehr den Wunsch, eine Außenvoliere zu haben, wo meine "Kotbomber" wenigstens den Sommer verbringen könnten. Als ich das meinem Mann antrug, wollte er erst gar nicht (wer macht sich schon gerne Arbeit?). Dann stellte er mich vor die Entscheidung, entweder eine Voliere zu bauen, in der die Vögel das ganze Jahr über bleiben können, oder gar keine. Zu seinem Entsetzen wählte ich die erste Möglichkeit.

Für den Bau von Freivolieren gibt es kaum Anleitungen. Im Internet war eigentlich nichts Ausführliches aufzustöbern. Das einzige Buch, das wir dazu fanden, war "Volieren" von Karl-Herbert Delpy. Dieses Buch gibt es aber nicht mehr zu kaufen (wir haben es Anfang der 1990er Jahre gekauft).

fertige Voliere  Vorderansicht

Hier die wichtigsten Überlegungen vor dem Bauen:

Abklären:
Belästigt die vor allem morgens relativ hohe Lautstärke, mit der die Vögel das Sonnenlicht begrüßen, die Nachbarn? Brauche ich eine Baugenehmigung? Das hängt natürlich u.a. davon ab, ob man einen dauerhaften Bau oder ein einfaches Gehege hinstellen möchte.

Wahl des Bauplatzes:
Möglichst nach Osten hin offen (Morgensonne bekommt den Vögeln am besten), nach Westen und Norden hin am besten geschlossen, denn da kommt das Wetter her.

Überlegungen zur Gestaltung:
Lieber eine längere und schmalere Grundform, als eine quadratische und relativ kurze (damit die Vögel weiter fliegen können). Die Vögel müssen jederzeit eine schattige Stelle haben, die sie aufsuchen können. Im Schutzraum (falls vorhanden) ist es am besten, wenn Strom vorhanden ist, einerseits, um im Winter etwas heizen zu können, andererseits, um in der lichtarmen Jahreszeit beim Reinigen etwas sehen zu können oder auch den Vögeln noch etwas Licht zu gönnen.

Gedanken zur Bauausführung:
Das Futter der Vögel lockt auch Mäuse und Ratten an. Deswegen ist es bei auf Dauer konzipierten Volieren wichtig, diese so auszuführen, dass keine Nager hereinkommen. Das heißt: Rundum ein Fundament von min. 50 cm Tiefe (normalerweise muss ein frostsicheres Fundament sowieso 80 cm tief in den Boden gehen).

Erdboden im Inneren ist ungünstig, weil er sich schlecht reinigen lässt und außerdem alle möglichen und unmöglichen Lebewesen, wie Würmer, Bakterien und Schimmelpilze beherbergt, zumindest nach einiger Zeit. Dann den Boden abzutragen und frische Erde einzufüllen, das macht man wahrscheinlich nur einmal, weil es so aufwendig ist. Also am besten Beton, Ziegel oder anderes Pflaster.

Zwecks Energieeinsparung sollte der Schutzraum gedämmt werden. Als Gittermaterial empfiehlt der Autor kunststoffummanteltes Drahtgeflecht. Ich kann mich damit nicht so richtig anfreunden. Wenn nämlich die Vögel daran knabbern und die Kunststoffschicht beschädigen, rostet der Draht darunter sehr schnell weg, und dann muss man das ganze Gitterfeld tauschen. Ich ziehe das verzinkte Material vor. Wichtig ist, auch bei größeren Vögeln, die Maschenweite trotzdem so klein zu wählen, dass keine Mäuse durchschlüpfen können.

Eine Schleuse ist auf jeden Fall für die Haupteingangstür zu empfehlen. Wie schnell ist sonst ein Vogel fort... Wenn möglich, ist noch eine zusätzliche Tür von der Außenvoliere direkt ins Freie empfehlenswert, durch die man z.B. größere Gegenstände in den Außenbereich bringen oder auch mal mit einer Schubkarre hinein fahren kann, um die Einstreu zu wechseln.
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