Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man sich sagt: So richtig gefällt mir
das nicht mehr. So war es mit unserer Zimmervoliere. Der Umstand, dass die
Vögel keinen Freiflug mehr bekamen, störte mich gewaltig. So reifte die Idee,
eine Gartenvoliere zu bauen. Nun ist sowas ja nicht von jetzt auf dann zu verwirklichen.
Bei unseren Überlegungen kamen wir auf die Idee, doch erst einmal ein noch leer
stehendes Zimmer herzurichten, das einmal Kinder- bzw. Gästezimmer werden soll. Nach relativ kurzer Bauzeit war es dann
soweit: Meine 4 Vögel konnten umziehen. Mit ihnen ist auch die Zimmervoliere ins Vogelzimmer
umgezogen. Das hat mehrere riesige Vorteile:
1.) benutzen alle Vögel ausnahmslos die Voliere als Schlafplatz. Das bietet Sicherheit, da
ich in der Nacht die Voliere zumachen kann und die Vögel bei ab und an vorkommenden
nächtlichen Panikattacken einem geringeren Verletzungsrisiko ausgesetzt sind, als wenn sie bei
Dunkelheit in Panik durchs Zimmer fliegen. Wie sowas ausgeht, kann man sich sicher vorstellen.
Zur Reduzierung solcher Attacken habe ich ein Nachtlicht an und eine Jalousie ans Fenster
gemacht. Es funktioniert jetzt auch ganz gut.
2.) habe ich derzeit 3 Vögel in meiner Obhut, die nicht mehr fliegen können. Alle 3 wissen das
auch und bleiben freiwillig in der Voliere drin. Hier können sie klettern und spielen und
trotz allem noch ein gutes Leben führen, ohne von den anderen Wellis getrennt zu sein.
3.) schätzen meine Wellis die Voliere als Ruhezone. Wenn es einem Vogel im Zimmer zu bunt wird und er
Ruhe braucht, zieht er sich in die Voliere zurück.
4.) bekommen meine Wellis in der Voliere ihr Futter, so ist die Schmutzverteilung auch
um ein Erhebliches reduziert.
Die Hühnerleiter, welche man auf dem oberen Bild sieht, dient den flugbehinderten Vögeln,
wenn sie doch einmal aus der Voliere kommen und dann auf dem Boden landen. Von alleine
schaffen sie es ja nicht mehr nach oben, und so benutzen sie den Laufsteg.
Im Raum selbst hat mein Mann einen Vogelbaum gebaut, wir haben Korkschaukeln, ein Seil
und Strohringe aufgehängt.
Der Fußboden des Zimmers ist mit Kunststoff-Fußbodenbelag ausgelegt, und an allen relevanten Stellen, wie
unter dem Vogelbaum und vor der Voliere, haben wir Zeitung ausgelegt. So lässt sich alles
besser und schneller reinigen.
In dem Zimmer sind 2 Fenster. Vor das große haben wir Gitter gemacht mit einem Rahmen.
So kann ich gefahrlos lüften und bei schönem Wetter das Fenster ganz aufmachen. Damit es nicht zufällt, fixiere
ich es mit Schnur am Griff und um einen Balken herum.
Der Balken, der zu sehen ist, wäre bei den Vögeln nicht heil geblieben. So haben wir einfach
Profilholz genommen und ihn damit verkleidet. An dem Profilholz kann man dann auch problemlos
noch Dinge anbringen, wie Korkschaukel und Co.
Die Lampe über der Voliere ist auch hier wieder mit Zeitschaltuhr geschaltet. Kurz bevor die Lampe am
Abend aus geht, schaltet sich das Nachtlicht, auch über Zeitschaltuhr geregelt, an. So wird vermieden, dass
die Vögel plötzlich im Dunkeln sitzen.
Zum Schutz der Wand und der Tür und zum Schutz der Vögel selbst, haben wir oben hinten an der Voliere
noch Plexiglas und Holz angebracht. So können die Vögel nicht in den Spalt zwischen Wand und
Voliere fallen und auch nichts mehr anknabbern.
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